Geldbörse Birka

Hallo,

Geldtaschenfunde aus der Wikingerzeit sind ja nicht sonderlich üppig vorhanden; besonders schöne gibt es aber aus einigen Gräbern in Birka. Bei den Börsen sind vergoldete Lederstreifen eingenäht, was sehr hübsch aussieht.

Ziegenleder hatte ich im Sommer gekauft. Goldfolie zum Vergolden hätte ich auch gehabt, aber beim Gebrauch bleibt die dünne Folie nicht am Leder, sondern blättert ganz flott runter. Deshalb meinen einige Archäologen, diese Taschen wären reine Grabbeigaben.

Für die Alltagstauglichkeit wären Flechtungen aus andersfarbigen Leder möglich; weil ich aber was goldiges mit drinn haben wollte, habe ich mir beim Metallhändler Messingfolie geholt. Die Flechterei ist mühsam, das Ergebnis aber stabil und trotzdem flexibel.

In der “großen” Tasche haben sogar Ringe Platz, in den kleinen Fächern lassen sich Münzen (und praktischerweise auch Visitenkarten…) unterbringen. Als Verschluss dient eine Glasperle (Michaelas Arbeit) an einem umlaufenden Lederband.

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2 Responses to Geldbörse Birka

  1. Andreas says:

    Das Muster ist original, die Anordnung ist selbst gewählt. Mit der Metallfolie funktionieren nur gerade Flechtungen, Kurven gehen nur mit Lederstreifen. Auf den Funden sind ebenso meist gerade Muster erkennbar.
    Auf jeder der Geldtaschen (es gibt drei) ist ein etwas anderes Muster, die abgebildete ist der Prototyp und deshalb noch ein wenig wellig.
    Liebe Grüße
    Andreas

  2. sabine Holasek says:

    Die ist ja toll geworden!
    Sind das originale Flechtmuster?
    Wie auch immer: Jetzt bist Du ein richtiger Goldjunge! ;-)
    Liebe Grüße
    Sabine

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