Nadeldose Birka

Hallo,

ja, ich gebe es zu. Die Nadeldosen haben mich gepackt. Diesmal wurde es eine aus Metall.

Solche Döschen wurden in mehreren Varianten in Birka und auf Island gefunden, alle zwischen 5 und 6 cm lang und mit 0.8 und 1.5 cm Durchmesser. Das Format ist also nur was für Nähnadeln. Mein Konstruktionsversuch entspricht einem Birkafund.

Sicher lassen sich Nadeln einfacher und vor allem billiger verstauen, besonders wenn man bedenkt, dass außer Messing auch Silber verwendet wurde. Bei der Herstellung musste ich zudem feststellen, dass die Verarbeitung auch mit modernem Werkzeug nicht wirklich einfach ist, besonders das Löten ist eine heikle Angelegenheit.

Die ersten beiden Messingröhren habe ich beim Lötversuch am Zweigasbrenner (Michis Glasperlenbrenner) ordentlich verbruzelt. Das Messinglot formte hässliche Klumpen und das Blech schmolz dahin… da braucht man mehr Übung, eindeutig. Die überlebende Nadeldose ist deshalb mit Elektrolot und Lötkolben verlötet. Das lässt erahnen, dass die originalen Nadelbehältnisse vor einem Jahrtausend kein Hofhandwerk waren, sondern von spezialisiertem Fachpersonal hergestellt wurden.

Bis ich Lust auf neuerliche Lotübungen habe (was noch nicht absehbar ist), bleibt das Döschen ein edles Einzelstück.

Liebe Grüße

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One Response to Nadeldose Birka

  1. sabine says:

    Ein Meisterwerk in der nach oben offenen Nadel-Dosenskala! :-)

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