Löffelschnitzmesser

Hallo,

heute stelle ich unser neues Werkzeug vor. Als ich solche Teile das erste (und einzige Mal) am Verkaufstisch eines Schmiedes gesehen habe, hatte ich ja noch gar keine Ahnung, was das jetzt sein soll. Hab’ auch nicht nachgefragt und nicht mehr drüber nachgedacht. Bis ich mal überlegt habe, wie man aus einem Stück Holz eigentlich einen Löffel rausbekommt.

Das ist nun ja eher Uwes Revier, das Bearbeiten von größeren Baumteilen. Er hat auch schon mit Erfolg seine Schnitzaxt eingesetzt, bei der Löffelmulde sind moderne Schnitzmesser aber eher Behelfsgerät. Da erinnerte ich mich wieder an die seltsamen Dinger, die ich beim Schmied gesehen hatte.

In der Wohnung schmieden geht nur mit einem Gasbrenner, der erhitzt aber nur Nägel auf Schmiedetemperatur. Was für ein kleines Schnitzmesser ja ausreicht. Eine Seite flachklopfen, anschleifen und über dem Hörnchen vom Amboss (dafür ist das Ding am Haithabu-Amboss also da) rund hämmern.

Diesmal habe ich an das Härten durch Abschrecken in Wasser gleich gedacht (nicht so wie bei der Lederahle) und anschliessend die Schneide geschliffen. Ich vermute, dass durch Schmieden in einem Kohlenfeuer der Stahl härter würde, aber das Ergebnis ist ausreichend.

Rausgekommen sind drei Schnitzmesser: Der Prototyp (so dünn, dass es sich leider durchbiegt) und ein Exemplar mit größerem Griff ging an Uwe, der hoffentlich bald seine ersten Löffel in den Blog stellt. Das dritte – mit etwas kleinerem Griff – habe ich mir behalten.

Liebe Grüße

Andreas

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2 Responses to Löffelschnitzmesser

  1. Desiree says:

    Gibt es noch eines der stabileren Messer, welches du auch verkaufen würdest?

  2. Uwe says:

    Ach, dann passt es ja wie die Faust aufs Auge dass morgen der erste Löffel online geht. Als hätten wir uns abgesprochen. :-)

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