Gewandnadeln mit authentischen Verzierungen

Hallo,

hier zeige ich Euch den Abschluss meines diesjährigen Gewandnadelfiebers. Für meine beiden letzten habe ich mir historische Vorlagen rausgesucht, wobei die Originale Bestandteile von Bronzegüssen sind.

Die Grundform beider Nadeln entstand mit der Schnitzaxt aus dem ganzen Scheit (beide Hölzer wären fast im Feuer gelandet), die Figuren schnitt ich mit dem Kerbschnitzmesser. Deshalb folgt die Form dem Faserverlauf, beide sind ein wenig gewölbt und leicht gedreht.

Das Mangabärchen (irgendwie muss ich bei dem Bärchen dauernd an japanische Comics denken…) habe ich in “Wikingergold auf Hiddensee” entdeckt. Ganz klein, versteckt in einer Ecke auf Seite 74, war sie, eine winzige Nachzeichnung mit dem Vermerk “Bronzebeschlag, 9./10. Jahrhundert, skandinavische Herkunft”.

Unterhalb der hinteren Tatzen passte ich die Vorlage an, damit die eingearbeitete Algiz-Rune besser zur Geltung kommt. Warum es so niedlich lächelt? Keine Ahnung. Vielleicht weil es auf einem Peace-Zeichen sitzt?

Auch auf der Zweiten Nadel ist ein Bärchen. Glaube ich zumindest. Jedenfalls hat es Ohren wie Micky-Maus, einen runden Kopf und große Hände. Eine Vorlage fand ich in “Wikinger Museum Haithabu: Schaufenster einer frühen Stadt” (hatte ich dort im Museum gekauft) auf Seite 63. Dort dient sie zur Illustrierung der Greiftierstile, genauer gesagt entspricht es dem Borre-Stil.

Für das Schnitzbild musste ich aber von den Vorgaben deutlicher abweichen als beim Mangabärchen. Die Vorlage sah einfach nicht niedlich genug aus. Den gleichen Kuschelfaktor hat das Greiftier trotzdem nicht, da hilft auch das eingeschnittene Schottenkaro nicht viel. Liegt vielleicht an der Selbstverliebtheit der Figur – immerhin gibt sie sich selbst die Hand.

So, das war’s dann mit den Gewandnadeln für diese Saison. Für die kommende liegt noch eine angefangene aus Nußholz in der Werkelkiste, die braucht aber noch viel Arbeit mit dem Beil. Passiert dann irgendwann nächstes Jahr, auf einem unserer Lagertermine.

Liebe Grüße

Andreas

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3 Responses to Gewandnadeln mit authentischen Verzierungen

  1. Andreas says:

    Ja, ich habe verstanden. Ich werde ganze Herden von Bärchen schnitzen! Sobald die Winterprojekte fertig sind. Oder der Frühling kommt. Versprochen!
    Liebe Grüße
    Andreas

  2. Drui says:

    Moaah, wie süß sind die denn?! *g* Die würde ich auch adoptieren!
    Und ja, Sabine hat Recht, bitte ganz viele Geschwisterbärchen schnitzen :D

  3. Sabine says:

    Unglaublich! – Sei gegrüßt Meister!
    Das hast Du jetzt definitiv perfektioniert!
    Die sind einfach wunderschön, großartig geworden!
    Bitte nicht aufhören, sondern weiterschnitzen!!!
    Das Mangabärchen grinst vor sich hin und will viele Mangabärchenbrüder und -schwestern,
    auch in anderen Bundesländern! :-)

    Liebe Grüße
    Sabine

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