Nadeldose mit Osebergschitzereien Teil 1

Hallo,

Ende letzten Jahres hatte ich mir ja ein bisschen was an Holz bestellt. Für Messergriffe, Nadelbindenadeln und … ach, irgendwas wird mir schon einfallen, was man draus machen kann. Jetzt bin ich grade dabei, an dem “irgendwas, das mir schon einfallen wird, was man draus machen kann” zu arbeiten.

Es ist eine Schatulle für Nadeln und Nähzubehör; gefertigt wird sie aus Birnbaumholz, das sich wirklich wunderbar bearbeiten lässt. Vom Format her bin ich begrenzt auf das, was in der Lieferung so dabei war – die Abmessungen liegen irgendwo zwischen dem Döschen aus Haithabu und der Dose aus Nowgorod.

Den ersten Arbeitsschritt hat Uwe mit der Bandsäge gesetzt und von Holzblock ein Brettchen für den Deckel abgesägt. Damit endet auch schon der Einsatz der elektrischen Gerätschaften; nach dem Abschleifen der meisten Sägespuren geht’s nur noch mit den Werkzeugen weiter, die auch auf den Fotos zu sehen sind.

Ja, es sind tatsächlich nur die beiden. Warum mir das so wichtig ist? Erstens gab es auch am Bauernhof vor 1000 Jahren nicht eine Riesenwerkstattausstattung und trotzdem wurde mit dem wenigen alles andere hergestellt. Zweitens bemühe ich mich darum zu verstehen, wie damals gearbeitet wurde – und das geht halt nur mit Werkzeugen, die den damaligen in Qualität und Anzahl möglichst ähnlich sind.

Mit dem Hohleisen (Bastlermeissel von Pfeil – “für kleine Hände und einfache Schnitzarbeiten”, meint der Hersteller…) wird die Mulde herausgearbeitet – das geht überraschend schnell und mit wenig Kraftaufwand. Die Vertiefung für den Deckel  wird mit dem Schnitzmesser geschnitten; mit der gleichen Klinge arbeite ich die übrige Form heraus und schnitze den Deckel zurecht. Somit ist jetzt Platz für 10cm-Nadeln geschaffen und zumachen kann man das Ding auch schon.

Damit ist die Grundform fertig, aber die Geschichte dieser Nadeldose hat gerade erst begonnen. Immerhin soll es ja eine beschnitzte Dose werden, bei der auch noch Schnitzereien vom Osebergschiff vorkommen sollen. Deshalb wird es hier eine Fortsetzung geben!

Liebe Grüße

Andreas

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