Löffel, gerade und gebogen

Lang ist es her, dass ich meine Schnitzaxt geschwungen und das Löffelschnitzmesser benutzt habe. Aber nachdem ich bis jetzt immer nur Löffel aus geraden Holzstücken gefertigt habe, wollte ich mich mal an einer Naturform versuchen.

Zugegeben ist die gewählte Form nicht wirklich optimal, da sie quasi eine lineare Biegung hat. Aber ein Anfang ist gemacht und die Benutzung ist nur ein bißchen gewöhnungsbedürftig.

Das Holz habe ich auf der Donauinsel von einem Haufen geschnittener Äste entwendet. Als ordentlicher Wikinger hätte ich normalerweise den restlichen Haufen in Brand stecken müssen, damit es nicht wie ein feiger Diebstahl sondern wie ein gemeiner Raub ausschaut, aber davon habe ich ausnahmsweise mal abgesehen…

Leider kann ich nicht sagen um was für eine Art von Holz es sich handelt, da meine botanischen Kenntnisse eher, um es milde auszudrücken, ungenügend sind. Ausschliessen kann ich Eiche, Birke, Buche und Ahorn, denn diese Bäume würde sogar ich erkennen.

Wie auch immer, das namenlose Holz lies sich gut spalten und auch schnitzen, was mit das wichtigste bei der Holzlöffelherstellung ist. Insgesamt hat mir die Arbeit mit der natürlichen Form viel Spaß gemacht, denn die Form ist vorgegeben und durch das Spalten mit der Axt entlang den Holzfasern erhält man einen wirklich stabilen Löffel. Ich werde mich nun also auf die Suche nach Ästen mit einer besseren Form (langer, gerader Stil mit einem mittleren bis starken Haken am Ende) und versuchen hier bald neue Ergebnisse zu zeigen. Alle abgebildeten Löffel sind übrigens keine Repliken bestimmter Funde aber durchaus für die (früh)mittelalterliche Darstellung geeignet, da die Form der Löffel nahezu zeitlos ist und keine Epochenspezifischen Verzierungen vorhanden sind.

Damit der arme Löffel nicht alleine auf die Fotos musste, habe ich ihm noch 2 Kollegen aus Kirschholz zur Seite gestellt. Und wie es in einem Katzenhaushalt nun einmal üblich ist, wurden die Fotoaufnahmen streng überwacht.

Liebe Grüße,

Uwe

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