Hiebmesser – Teil 1

Hallo,

für Wikingerdarsteller ist ein Sax, auch wenn es oft zu sehen ist, doch schon ein veraltetes Werkzeug, das eher selten im Fundgut auftaucht. Aber das Haben-Wollen und vor allem das Machen-Wollen sind mein Antrieb, mir eines zu gestalten. Ich wollte jedenfalls eines, mit dem man auch richtig arbeiten kann, es sollte also groß und schwer sein, damit man es als ordentliches Holzbearbeitungsgerät benutzen kann.

Geplant ist jetzt, dass ihr in mehreren Teilen nachlesen könnt, wie aus einem lädierten Garagenfund ein schmuckes Werkzeug wird. Einen Plan, wie sich das entwickeln soll, gibt es nicht, eher die Erwartung, dass das gute Stück schon weiss was und wie es werden will und sich von mir auf dem Weg dorthin helfen lässt.

Wie es der Zufall so wollte, war in Großvaters Garage ein vernachlässigtes riesiges Zugmesser zu finden. Eigentlich wollte ich das auch als solches revitalisieren, musste aber feststellen, dass es nicht nur Rost sondern auch viele Risse angesammelt hatte. Der Griff auf einer Seite war so stark verbogen und mit Brüchen durchzogen, dass ich ihn abgeschnitten habe, womit die Spitze der Messerklinge geschaffen war.

Das verbliebene Griffende habe ich mit Bunsenbrenner und Hammer geradegebogen, wobei ich aufpassen musste, die Klinge nicht zu überhitzen, die im Bereich der Schneide gehärtet ist.

Die nächste Schneidarbeit war nötig, um die Griffangel herauszuarbeiten. Anschliessend folgte entsetzlich viel Schleifen mit Nassschleifpapier, um viel vom dem, was ich erst für Brünierung gehalten habe, sich aber als Gemenge aus Rost und Brünierung mit noch mehr Rost herausgestellt hat, halbwegs abzuschleifen.

Auch wenn das Ganze ziemlich roh und brachial aussieht, möchte ich bis auf scharf schleifen nichts mehr daran ändern, auch die Schliffform (einseitig plan) möchte ich beibehalten. Es ist nun mal ein altes Werkzeug das bereits viele Jahre im Einsatz war – und das darf man auch sehen. Ich melde mich wieder, sobald ein Griff dran ist.

Liebe Grüße

Andreas

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