Fortsetzungsgeschichte Bronzeguß: Die Blasebälge

Willkommen zum zweiten Kapitel der Fortsetzungsgeschichte Bronzeguß. Keine Sorge, ihr habt nichts verpasst – Kapitel 1 (der Ofen) ist immer noch erst angefangen, noch nicht fertig. Kommt schon noch.

Jetzt sind mal die Blasebalge dran, genauer gesagt bin ich seit letztem Wochenende dran. Entgegen erster Motivation kommt doch Fichtenholz zum Einsatz – ist einfach zu bekommen und preiswert, zudem noch leicht. Ziegenleder habe ich noch seit dem Markt in Golling, zum Glück habe ich da vorbeu gend eingekauft… leider halt ein bisschen weniger, als mir jetzt lieb wäre, deshalb ist die Größe der Luftpumpen schon deutlich unter das Planungsformat gerutscht. Na ja, weniger Volumen heißt dann eifriger pumpen!

Bis jetzt sind mal die größeren Holzteile zugeschnitten und zusammengeleimt. Jeder Balg bekommt dann sein eigenes Ventil (damit man sie auch einzeln einsetzen kann - zum Kochfeuer anheizen oder so), beide Bälger werden dann in einem Y-Stück zusammengeführt, damit beim Feuer nur ein Rohr ankommt.

Auch hier gilt nun: Fortsetzung folgt…

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3 Responses to Fortsetzungsgeschichte Bronzeguß: Die Blasebälge

  1. Jonst says:

    Na, das ist für den Start doch sehr gut geworden. Es braucht ein wenig Übung und Erfahrung um die Güsse zu perfektionieren.
    Wir bauen unsere Esse aus Lehm und Steinen auf. Daher ist die Größe des Essesteins nicht so relevant. Unserer ist etwa 15 x 15 cm groß. Größer geht immer.
    Einen einzelnen großen Balg halte ich für nicht so optimal. Wir arbeiten inzwischen mit zwei kleinen, etwa 35 – 40 cm langen Blasebälgen, mit einem Bodenventil zum Ansaugen.
    Ja, der Aufwand ist schon etwas höher. Die Besucher mögen es wenn Funken sprühen, da ist das Schmieden aber oft aber spannender, da mehr passiert. Beim Guss gibt es einen langen Vorlauf und ein kurzes Finale, das die Besucher oft verpassen…
    Ich mag es, wenn man verschiedene Handwerke kombinieren kann, um schöne Objekte herzustellen.
    Wenn Du irgendwann noch Anregungen zur “heißen Metallverarbeitung” brauchst melde Dich bei mir über das Mittelalterforum.

    Schöne Grüße
    Jonst

  2. Andreas says:

    Hallo Jonst,
    die Blasebälge habe ich am Einsatzwochenende noch fertig zusammengeklopft, das sah dann so aus: http://www.weltenwanderer.info/werkelblog/?p=1140
    Ein weiterer Gussversuch endete ebenfalls erfolgreich und wir haben zwei Riemenenden gegossen. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass weder die Blasebälge noch die Esse eine voll funktionsfähige Form erreicht hatten. Mittlerweile sind die Lederventile mangels Einsatz und Pflege austauschbedürftig und die Y-Weiche funktioniert auch nicht mehr.
    Im Prinzip haben wir den Guss also nachvollziehen können, es ginge nunmehr an das Perfektionieren von Luftversorgung, Feuerstelle, Gussformen und Tiegel. Eine Überlegung dafür wäre auch, lediglich mit einem einzelnen großen Blasebalg zu arbeiten, den man mittels Lederschlauch und Händedruck verschliessen könnte. Am schönsten wäre aber sicher ein Essestein, wobei ich da erst rausfinden müsste, wie man den am besten dimensionieren sollte.
    Insgesamt ist es so, dass Bronzeguss bei den Besuchern sehr gut ankommt, veranstalterseitig aber oft weniger Begeisterung hervorruft; dazu kommt, dass ein vergleichsweiser hoher Aufwand wenigen Veranstaltungen gegenübersteht. Auch deshalb habe ich mich mittlerweile auf andere Handwerke konzentriert, wobei der Reiz der heissen Metallverarbeitung aber wohl nie verschwinden wird.
    Liebe Grüße
    Andreas

  3. Jonst says:

    Hallo,

    wie weit seid ihr denn inzwischen mit den Blasebälgen?
    Wollte euch noch eine Erfahrung meinerseits weiterleiten: Beim Bronzeguss und beim Schmieden halte ich es für sinnvoller mit einem Essestein zu arbeiten. Die konisch zulaufenden Düsen enden so ca. 3-4 cm vor dem Düsenloch im Essestein, also keine Y-Weiche. Vorteil: weniger gefummel beim Aufbau, und vor allem reißt die ausströmende Luft die vorgewärmte Luft vom Essestein mit, so dass ein viel intensiverer Luftstrom entsteht. Eigentlich spart man sich so dann auch das vordere Rückschlagventil.

    Beste Grüße
    Jonst

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